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Die Finanzierbarkeit ist ein Hauptthema

In Kassel findet an diesem Wochenende der Amateur-Fußball-Kongress statt. Konzepte und neue Ideen müssen her, besonders für die Regionalliga, die sich inzwischen zu einer Pleiteliga entwickelt hat. 90 Prozent der Vereine würden dort vor der Insolvenz stehen, glaubt der Vorsitzende von Wattenscheid 09 und sieht die Auflagen des DFB, die Berufsgenossenschaft und das Finanzamt als Grund dafür. Die U23-Mannschaften und wenige andere Vereine sind eine Ausnahme.
Ausgerechnet Kassel ist der Veranstaltungsort. Dort haben die Fußballer seit 1993 bereits drei Insolvenzanträge gestellt. Dazu kommen beispielsweise Alemannia Aachen (2), Kickers Offenbach, Spfr. Siegen, TV Herkenrath, Wuppertaler SV, Wattenscheid 09 und Viktoria Berlin. Aktuell werden solche Vereine nicht mehr mit einem Zwangsabstieg bestraft, sondern nur noch mit einem Abzug von neun Punkten und können damit in der folgenden Saison wieder neu beginnen. Manche Vereine gehen deshalb vielleicht etwas bewußt in ein finanziell zu hohes Risiko. Der DFB will zukünftig nur noch vier statt fünf Regionalligen, mit vier festen Aufsteigern. Gut möglich, daß der Nordosten seine Regionalliga verlieren wird.