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Liebe Vereinsvertreter,
Die Zeit rennt, mit großen Schritten gehen wir der Winterpause entgegen. Der Verbandstag 2019 in Denzlingen liegt fast 4 Monate zurück und es ist an der Zeit, nochmals an die dort gefassten Beschlüsse und Änderungen zu erinnern.

Wir haben für die laufende Saison ein neues Schiedsrichter-Soll verabschiedet, die es vor allem Ihnen ermöglicht, interessierte und unterstützende Personen einfacher als Schiedsrichter für Ihren Verein zu gewinnen und zu nutzen. Schon bald werden uns auch die ersten Zahlen und Fakten dieser durchgeführten Änderung einholen. Jede Spielleitung eines neuen oder vorhandenen Schiedsrichters hilft, Ihren Verein zu unterstützen. Nutzen Sie diese Änderungen und machen Sie Gebrauch von unseren angebotenen Neulingslehrgängen, die in Kürze in allen Bezirken stattfinden. Wir alle brauchen den Schiedsrichter, um unser aller geliebtes Hobby ausüben zu können.
Die entsprechenden Details und Informationen zu den Neulingslehrgängen finden Sie unter https://link.sbfv.de/werde-sr
Sie möchten für das Amt des Schiedsrichters über Ihre eigenen Kanäle werben? Kein Problem, auch hier unterstützen wir Sie gerne. Entsprechende Werbematerialien für die Schiedsrichter-Gewinnung - unter anderem auch ein Image-Film - finden Sie unter https://link.sbfv.de/werde-sr-daten
Wussten Sie schon, dass wir ab 15 Teilnehmern auch einen Lehrgang bei Ihnen vor Ort anbieten ? Schließen Sie sich mit Ihren Nachbarvereinen zusammen und organisieren Sie Ihren individuellen Ausbildungslehrgang für neue Schiedsrichter.
Sprechen Sie die verantwortlichen Personen in Ihren Bezirken gerne an, wir stehen für alle Rückfragen jederzeit zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung!
Sportliche Grüsse

Ralf Brombacher
Vorsitzender Verbandsschiedsrichterausschuss
Südbadischer Fußballverband e.V.
Edelmatt 10, 79400 Kandern
T: 07626/6258 M: 0171/3503621F: 07626/973977
mailto:sport@rb-kandern.de

Vom 15.11.- 17.11.2019 findet die DFB-Tagung für VSO´s, Verbandslehrwarte und ÖMIS in Frankfurt am Main statt. Neben allgemeinen Punkten wie Danke Schiri und DFB-Masterplan, wird auch über die zunehmende Gewalt gegen Schiedsrichter diskutiert werden.


Der SBFV wird vertreten durch Verbandsschiedsrichterobmann
Ralf Brombacher und Verbandslehrwart Andreas Klopfer.
Steffen Fante


Hallo Mirko,
Du warst als Schiedsrichter in Südbaden lange Jahre in der Verbands- und Oberliga Baden-Württemberg unterwegs. Wohin hat es Dich verschlagen und bist Du immer noch als Schiedsrichter aktiv?
Ich habe 2009 Südbaden in Richtung Neuseeland verlassen. Dort habe ich insgesamt 6 Jahre verbracht (Studium), bevor es mich 2014 wieder nach Europa verschlagen hat. Jetzt arbeite und wohne ich in Rotterdam bei unseren niederländischen Nachbarn. Seit meiner Rückkehr nach Europa bin ich nicht mehr als Schiedsrichter aktiv, sondern verfolge das Geschehen nur noch vorm Fernseher.
Und was machst Du beruflich?
Ich arbeite an der Erasmus Universität in Rotterdam, wo ich die neue Generation an Studenten im Fach BWL unterhalte… Hast Du noch Kontakt in die alte Heimat?
Leider nicht mehr so viel, da ich nicht so oft zu Besuch in die Heimat komme. Aber ich bin noch in mehr oder weniger regelmäßigem Kontakt mit dem ein oder anderen aus der Heimat.
Und wie war das mit der Champions-League in Ozeanien?
Ich war doch sehr positiv überrascht wie ich von den Schiedsrichtern und den Offiziellen in Neuseeland aufgenommen wurde. So hatte ich zum Beispiel das Glück dass ich während meiner Zeit in Neuseeland insgesamt vier Champions-League Spiele in Ozeanien leiten durfte. Im Rahmen dieser Ansetzungen durfte ich nach Vanuatu, Fidschi, und Tahiti reisen. Hinzu kam noch ein Vor-Qualifikationsturnier auf Tonga. Eine Reise nach Samoa musste ich leider wegen eines Terminkonflikts absagen… Was war das für ein Gefühl?
Obwohl das Niveau natürlich auf keinen Fall mit Europa zu vergleichen ist, war es ein tolles Erlebnis zur FIFA-Hymne ins Stadion einzulaufen. In Vanuatu, wo ich zweimal war, war das Stadion immer ausverkauft. Neben den gut 13000 Zuschauern im Stadion haben noch einige hundert Leute das Spiel von den Dächern und Baumen neben dem Stadion verfolgt. Da gab es schon etwas Gänsehaut.
Wo lagen die Unterschiede zwischen Neuseeland und dem DFB?
Das ist schwer zu beurteilen da ich nie wirklich im DFB Bereich aktiv war. Die Ligen sind etwas anders strukturiert als in Deutschland. Es gibt eine „National League“ – die höchste Spielklasse –, der eine fest Anzahl von Vereinen angehört. Auf- und Abstieg im klassischen Sinne gab es nicht. Der Amateur-Bereich war aber so organisiert wie ich es aus Deutschland kannte (mit Auf- und Absteigern). Was mir direkt aufgefallen ist, obwohl Fußball in Neuseeland natürlich einen anderen Stellenwert hat (in der National League gibt es selten mehr als 1000 Zuschauer), war das Schiedsrichterwesen sehr professionell organisiert. Während der Saison gab es ein bis zwei gemeinsame Trainingseinheiten pro Woche und wir mussten die Leistungsprüfung jeden zweiten Monat absolvieren, ansonsten wurden wir nicht mehr eingesetzt. Es gab auch detaillierte Trainingspläne, denen wir zu folgen hatten. Es war schon beeindruckend zu sehen wieviel Zeit und Mühe gerade die Schiedsrichter investiert haben, die auch international unterwegs waren; und das bei einer deutlich geringeren finanziellen Entschädigung als im DFB-Bereich.
Was mir auch neu war: Nach jedem Spiel mussten wir einen eigenen Bericht einreichen, in dem wir unsere eigene Leistung kritisch aufarbeiten sollten. Obwohl das natürlich immer dazu gehört, hat es durchaus geholfen einen strukturierten Prozess zu haben der die Aufarbeitung zur Routine gemacht hat. Interessanterweise wurden wir auch von den Vereinen nach jedem Spiel bewertet. Obwohl die Bewertung natürlich nicht ausschlaggebend war, gab es schon Fällen in denen diese Bewertungen auch aufgearbeitet wurden.
Mir ist auch relativ schnell aufgefallen dass deutlich mehr Wert auf die Kommunikation zwischen Schiedsrichter und Spielern auf und neben dem Platz gelegt wird. Ansonsten wurde auch schon viel mit Video-Material gearbeitet. In der Regelumsetzung gab es keine großen Unterschiede, nur dass eigentlich immer direkt den FIFA-Anweisungen gefolgt wurde und es keine eigene Auslegung der Anweisungen gab.
Dein SR-Highlight?
Da gab es einige… Neben den Einsätzen in der Champions League und einigen TV-Spielen in der „National League“ wurde ich zum Beispiel auch einmal mit der Leitung des nationalen Pokalfinales betraut. In Erinnerung geblieben ist mir auch ein Einsatz als 4.Offizieller bei einem Spiel Neuseelands gegen Jordanien oder als Schiedsrichter eines Trainingsspiels der „All Whites“ kurz vor der Abreise zur WM 2010 nach Südafrika.
Was willst Du Deinen Schiedsrichterkameraden in der alten Heimat mitgeben?
Ich denke die wissen schon selbst was sie tun müssen J Aber der Tapetenwechsel und sich aufs Neue beweisen zu müssen hatte mir damals wirklich gut getan. Drei Dinge sind mir dabei aufgefallen: (1) Was mir klar wurde war, dass man viel selbstkritischer mit seinen eigenen Leistungen umgehen sollte. Fehler habe ich fast immer bei anderen (z.B. Beobachtern) gesucht, aber oft waren es wirklich Punkte an denen ich hätte arbeiten sollen. (2) Die Spieleinteiler werden es nicht gerne hören, aber man sollte nicht zu viele Spiele machen ansonsten schleppt man sich nur noch von Spiel zu Spiele; ohne die Zeit zu haben das Spiel aufzuarbeiten und zu reflektieren. (3) Die Kommunikation mit Spielern ist wichtig, ich habe das immer unterschätzt. Klar, man muss sich nicht anbrüllen lassen, aber man kann viel erreichen wenn man auch Spielern gegenüber Respekt zeigt und bis zu einem gewissen Grad versucht auf sie einzugehen während dem Spiel. Das Wichtigste ist aber dass man die Freude am Hobby nicht verliert!
Steffen Fante, Schriftführer VSA

„Das Aufgabengebiet ist nicht miteinander zu vergleichen“
Am 05. Juni 2019 übernahm Ralf Brombacher (Kandern) den Posten des Vorsitzenden der gesamten südbadischen Schiedsrichter. Der frühere Bundesligaschiedsrichter löste den langjährigen Verbandsschiedsrichterobmann Manfred Schätzle ab. Der Öffentlichkeitsmitarbeiter des Verbandsschiedsrichterausschusses, Steffen Fante, sprach mit Ralf Brombacher.

SF: Hallo Ralf, Du hast am 05. Juni 2019 das Amt als Verbandsschiedsrichterobmann von Südbaden übernommen. Nun sind die ersten 100 Tage vorüber. Worauf hast Du den größten Fokus gelegt?
RB: Hallo Steffen – Vor allem galt es, die bevorstehende Lehrgänge der Beobachter und Schiedsrichter der Verbandsliste schnell vorzubereiten und Anfang Juli mit allen geplanten Neuerungen und Änderungen durchzuführen, das erforderte mein Hauptaugenmerk. Weiter waren die Änderungen für den Verbandstag Ende Juli in Denzlingen so zu definieren, um die Zustimmung
der Delegierten zu erhalten, wie zum Beispiel das neue SR-Soll.
SF: Das ist ganz schön viel Neues in so kurzer Zeit. Was hat die meiste Zeit in Anspruch genommen? Was war für Dich hierbei ganz wichtig?
RB: Die Vorbereitung der Lehrgänge nahm viel Zeit in Anspruch. Ein Lehrgang mit 60 und 90 Teilnehmern ist nichts kleines, da war viel zu tun, zu organisieren und zu planen. Wichtig war mir vor allem, dass es perfekt läuft, man wird schließlich am ersten Eindruck und den ersten Taten gleich gemessen.
SF: Was macht Dir an Deiner neuen Tätigkeit am meisten Spaß?
RB: Viele Bereiche zählen hier dazu. Es ist viel Neues, auch für mich. Die Aufgabe an sich macht den Reiz aus, Dinge zu ändern, Neues auszuprobieren und die Früchte der Arbeit nach und nach zu sehen, das ist schon bemerkenswert.
SF: Was hat sich zu Deiner Tätigkeit als Bezirksschiedsrichterobmann des Bezirks Hochrhein geändert?
RB: Das Aufgabengebiet ist nicht miteinander zu vergleichen – viele Dinge über den Bezirk hinaus gilt und galt es, auf die Bahn zu bringen. Ich war an nahezu allen überbezirklichen Staffelsitzungen, habe die Änderungen vermittelt. Dazu kamen viele Dinge der Oberliga, Regionalligen und des DFB.
SF: Vermisst Du Deine Arbeit im Bezirk?
RB: Vermissen ist das falsche Wort. Ich denke schon immer mal wieder daran zurück. Die Nähe zu allen Personen ist nun eine andere, der Blickwinkel hat sich verändert.
SF: Was steht alles noch an?
RB: Nun kommen die Vorbereitungen für die weiteren Lehrgänge, vor allem die Gewinnung von neuen Schiedsrichtern und Schiedsrichterinnen. Dazu müssen wir im administrativen Bereich einiges noch angehen. Die Saison läuft, das Tagesgeschäft mit Spielbetrieb und Beobachtungen erfordert unsere Präsenz.
SF: Wie sind Deine Erwartungen für die neue Saison?
RB: Schraube Deine Erwartungen nicht zu hoch, dann wirst Du nicht zu sehr enttäuscht… heißt doch das Sprichwort. Wir wollen die Schiedsrichter wieder zur Marke machen, Qualität in der Spitze erhöhen und die Basis verbreitern. Alles wird nicht sofort klappen, doch wir werden daran arbeiten, das kann ich versprechen.
SF: Wie schaffst Du das alles zeitlich unter einen Hut zu bekommen?
RB: Das ist eine gute und berechtigte Frage – wenn ich in einer ruhigen Minute als darüber nachdenke, weiß ich das glaub als selbst nicht (lacht). Es gehört viel Enthusiasmus und Energie dazu, das kann ich versichern.
SF: Nun kommen wir auch schon zur letzten Frage, und zwar werden wir Dich auch weiterhin auf dem Platz als Schiedsrichter sehen. Hast Du hierfür überhaupt noch Zeit? Wie fühlt sich sowas an?
RB: Ich habe es wirklich vor. Ich bin noch jung und fit genug, möchte den Kontakt zur Basis auf keinen Fall verlieren. Es wird vielleicht nicht mehr so oft sein, aber mindestens ein Mal am Wochenende habe ich mir das fest vorgenommen.
Vielen Dank für das Interview.
Foto + Interview: Steffen Fante, Schriftführer VSA
SÜDBADISCHER FUSSBALLVERBAND e.V.

Er war ein vielseitig interessierter Mensch, sportbegeistert und stets kritischer Begleiter des regionalen Sports und auch der oft ausufernden Entwicklungen im Leistungssport. Dieter Reick verstarb vor wenigen Tagen im Alter von 81 Jahren an einer schweren Krankheit. Der pensionierte Zollbeamte hat es sich in den letzten Jahren nie nehmen lassen, solange die Gesundheit einigermaßen mitspielte, die Geschicke und Entwicklungen - vor allem beim FC Emmendingen - aktiv, am Spielfeldrand, bei unzähligen Veranstaltungen und oft im Kreis der Weggefährten aus sportlich erfolgreichen Fußballzeiten mitzuverfolgen. Hervorzuheben ist seine bedeutende und umtriebige Rolle in der „initiative 2000“, in der er sich fast ein Jahrzehnt lang für die Entschuldung des damals in einer tiefen Krise steckenden Fußballclubs unermüdlich engagierte. Auch dem FCE – Förderverein unter der Regie von Edmund Schillinger war er stets verbunden. Auch für die Funktionärsarbeit war er sich nicht zu schade; er bekleidete eine geraume Zeit das Amt des Fußball - Jugendleiters im SV Kollmarsreute. Sein Herz schlug auch – familiär bedingt - für den Tennissport. Er selbst spielte aktiv Tennis im Tennisclub Kollmarsreute, wo er die Kameradschaft zu den Senioren dieses Vereins bis zuletzt sorgsam pflegte. In den letzten Jahren, an den Rollstuhl gebunden, war dennoch seine optimistische Haltung im Umgang mit seiner Behinderung bewundernswert. Erstaunlich auch seine Informationsbreite - über den regionalen Fußball insbesondere – er kannte jeden Spielbericht und jede Tabelle der unteren Spielklassen, aus dem Emmendinger Tor, der BZ und der Zeitung zum Sonntag bezog er seine Informationen. Die FCE - Homepage und der „Regio – Amateur“ von Rolf Sammel gehörten zu seinen geliebten und selbstverständlichen Pflichtlektüren. Nie hielt er mit seiner Meinung über die schwierige Situation des FC Emmendingen Ende der 90 – er Jahre zurück. Die aktuelle sportliche Talfahrt hat ihn bis zuletzt beschäftigt und belastet. Streitbar war er, deutliche Worte fand er - gepaart mit fundierter Kenntnis der vermutlichen Ursachen und schmerzlichen Fehlentwicklungen.
Bis zuletzt hielt er Kontakt zu den einst bundesweit bekannten Regionalligaspielern, heute die „Alten Herren“ im FC Emmendingen. Seine Erzählungen von Begebenheiten aus den Regionalligazeiten des FCE, insbesondere die Spiele gegen die Bayern, damals mit Müller und Beckenbauer, sie wurden durch Dieter Reick im Kreis der FCE – Familie und auch privat im Familienkreis, immer wieder aufgefrischt. Mit ihm verliert der regionale Sport und die Stadt Emmendingen auch einen bedeutenden Zeitzeugen.
(Manfred Voßler)

Der FC Denzlingen freut sich, mit dem ehemaligen Verbandsligaspieler Stefan Kreutz einen Nachfolger für Midhat Mandzo präsentieren zu können,
welcher künftig gemeinsam mit Horst Bühler für den sportlichen Bereich (Erste Mannschaft, Förderteam, Koordination mit der Jugendabteilung) zuständig ist.

Stefan Kreutz ist Inhaber des C-Scheins und wird in Kürze den B-Schein erwerben. Am vergangenen Sonntag stellte er sich der Mannschaft vor.
Horst Bühler erwähnte in seiner Ansprache, dass wieder eine engere Zusammenarbeit zwischen den Mannschaften forciert wird. Die Kader-Planungen für die neue Saison sind im Gange, primäres Ziel ist der Klassenerhalt beider Teams.

Stefan Gerber - FC Denzlingen

Ein Fußball – Experte und „positiv Fußball – Verrückter“ wurde 80 Jahre alt
In den Medien werden sie oft beschrieben, die Millionen von Fußballsachverständigen in diesem Lande, die sich rühmen, den Fußball mit Alleinvertretungsanspruch zu verstehen, vieles und alles besser zu wissen, wenn es um das „runde Leder“, die Regeln, die Spielweise und das Können oder Versagen von Trainern, Spielern, Schiedsrichtern und Fußballfunktionären geht.
Da aber gibt es einen, der nicht in die Kategorie der Stammtisch-Theoretiker passt! Denn Dieter Rutz - eine Emmendinger Fußball-Legende - ist einer, der dieses Handwerk „Fußball“ wie kaum ein Anderer von klein auf er – und gelebt hat, der alle Stationen in Vereinen durchlaufen durfte, auf höchstem Niveau selbst gespielt hat, alle Arten von Menschen in der Sportart Fußball trainieren, Funktionäre belehren und beraten musste, auch ehrgeizigen Eltern die fußballerischen Grenzen ihrer Sprösslinge schonend, aber deutlich beigebracht hat.
Und heute, längst im Rentenalter, ist er noch fast täglich damit beschäftigt, mit unermüdlichem pädagogischem Ehrgeiz den Fußball in allen seinen Facetten von Trainingsmethoden an Kinder und Jugendliche, aber auch an Menschen mit Handicap zu vermitteln. Da gerät es fast zur Nebensache, dass er in den Sechzigerjahren als überregional bekannter Torhüter der Regionalligamannschaft des FC Emmendingen gegen die Fußballlegenden des FC Bayern München um Trainer Tschik Cajkovski, Beckenbauer und „kleines dickes Müller“ Tore verhindern sollte und dass er mit seinem Team bundesweite Bekanntschaft erlangte, deren Gründe hier nicht länger erörtert werden sollen.
Nach seiner aktiven Karriere stellte er sich – neben einem intensiven Berufsleben – ganz in den Dienst des FC Emmendingen, sei es als Jugendtrainer, manchmal sogar als „Notnagel-Übungsleiter“ für die Erste des FCE, wenn diese mal wieder in Abstiegsnöten war oder ein Wiederaufstieg aus unteren Leistungsklassen angestrebt wurde.
Wenn auch immer wieder andere, verdiente Personen im Funktionärs – und Jugendtrainerbereich des FC Emmendingen tatkräftig mitwirkten – bekanntlich werden Erfolge im Fußball immer nur im Teamarbeit erreicht - so war Dieter Rutz maßgeblich und federführend daran beteiligt, eine FC Emmendingen A-Jugend – Mannschaft Anfang der Neunzigerjahre hervorgebracht und trainiert zu haben, die in Südbaden auch einem SC Freiburg oder FC Freiburg ebenbürtig war und deren Spieler nicht nur maßgeblich den späteren Oberliga – Kader bildeten, sondern die auch heute im Leistungsbereich des Fußballs Karriere machen durften.
Interessanterweise waren vorübergehend fünf Spieler dieser Mannschaft später an der Fußballschule des SC Freiburg als Trainer – und Ausbilder tätig und die Ex- FCE - Fußballer Brosamer Matthias, Schneider Manuel, Schweizer Martin, Voßler Lars und Weis Bernhard haben alle die fußballerische Ideenvielfalt eines Dieter Rutz erfahren dürfen.
Und weil der Fußball bekanntlich keine Grenzen kennt, so ist es auch nicht
verwunderlich, dass der heute 80 – jährige „Fußball – Unruheständler“ mit stets neuen Ideen auf sich aufmerksam machte. Mit seinen „Crocky - Turnieren“ ist ihm ein bemerkenswerter Durchbruch in mehrfacher Hinsicht gelungen:
In Zeiten, wo man an Schulen und in Vereinen teils verzweifelt versucht, Kindern und Jugendlichen mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen einen Zugang zu Sport und Bewegung, damit eben auch zum Fußball zu ebnen, gelingt es einem Dieter Rutz, eine Spiel – und Organisationsform zu entwickeln, die es ermöglicht, dass leistungsstarke Spieler in wechselnden Zusammensetzungen der Teams sogar mit Kindern mit Behinderung Fußball erleben dürfen, Erfolgserlebnisse teilen und so ein echter Beitrag zur Inklusion in dieser Gesellschaft gelingt. Dass die Teilnehmer sich beeindruckend selbst organisieren, keine Schiedsrichter benötigen und jedem echte Teilhabe ermöglichen, das müsste alle Pädagogen an Schulen aufhorchen lassen. Die Eduard – Sprangerschule in Emmendingen/Wasser hat dem 80–jährigen Dieter Rutz auf ihrer Homepage bereits ein kleines Denkmal gesetzt.
Ganz zum Schluss muss man noch über den Kunstmaler, Karikaturisten und
Plakat – und Fahnengestalter Dieter Rutz reden. Sein Multitalent ist auf
Flohmarktplakaten, an den Wänden des Jugendraumes und auf großflächigen
Ankündigungen von FCE – Heimspielen Woche für Woche zu bewundern.
Unermüdlich werkelte er an der Herstellung von Fahnen bei Jugendturnieren,
unvergessen seine Unikate bei den „Young – Master – Turnieren“ in der Karl –
Faller – Halle mit den handgemachten Emblemen und Logos aller
Gastmannschaften aus nah und fern. Oft wurde ich von auswärtigen Besuchern gefragt, wer denn für dieses eindrucksvolle „Rahmenspektakel“ verantwortlich sei und irgendwann machte dann die Vokabel „unersetzlich“ die Runde, wenn man den Verantwortlichen benannt hatte.
Ganz zuletzt will der Verfasser dieses Schreibens nicht unerwähnt lassen, dass
Dieter Rutz in Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Freund und „Hobby –
Partner“ und mitverantwortlichem Jugendbetreuer im FCE, Gerd Deist (leider
vor 2 Jahren verstorben) auch für die eindrucksvollen Karikaturen verantwortlich zeichnet, die dessen Buch über schulische Erinnerungen zu einem großen Erfolg verholfen haben. Ein Multi-Talent wurde soeben 80! Wir Fußballer gratulieren und verneigen uns.

Manfred Voßler
Bild Neithard Schleier

Wer sind wir?
Wir sind Schiedsrichter des Fußballbezirks Freiburg, welche Landesliga oder höher pfeifen. Wir sind somit auf den Fußballplätzen im Bezirk Freiburg, aber auch in ganz Südbaden und zum Teil auch in Baden-Württemberg unterwegs. Die meisten von uns sind schon seit mehreren Jahren in diesen Ligen unterwegs und haben auch schon mehr als 400 Spiele selbst geleitet, mache sogar schon über 1000 Spiele.

Wie ist die Idee entstanden?
Wir haben jeden Monat ein Training bei dem wir uns treffen. Wir haben in den Trainings theoretische und praktische Inhalte. Im Dezember-Training gehen wir seit einigen Jahren Indoorsoccer spielen, um uns ein wenig auszupowern und die Kameradschaft zu stärken. Mitte des Jahres sind wir dann auf die Idee gekommen, mal an einen Hallenturnier teilzunehmen. Dies haben wir jetzt in die Tat umgesetzt und hoffen dass dies bei den Vereinen auch gut ankommt.

Was ist der Zweck?
Das Ziel für uns ist es bei dem Hallenturnier Werbung für das Hobby Schiedsrichter zu machen. Wir werden am 27.12. einen Infostand im Vorraum der Halle aufbauen und Werbung für die Schiedsrichterei und den Neulingslehrgang machen. Außerdem wollen wir mit dieser Aktion die Nähe zu den Vereinen suchen und dem ein oder anderen zeigen, dass auch Schiedsrichter ein wenig kicken können. Wir alle zusammen haben ein gemeinsames Hobby – „den Fußball“, auch wenn wir unterschiedliche Rollen auf dem Sportplatz inne haben. Die einen als Zuschauer, andere als Spieler oder Trainer und wir eben als Schiedsrichter.

Andreas Nübling
(Leiter Schiedsrichtertraining für Schiedsrichter mit Qualifiation Landesliga u. höher)

Auf Einladung des DFB fuhr der südbadische Schiedsrichter Nico Gallus vom 11.10.2018 – 16.10.2018 zum 6-tägigen U18-Sichtungsturnier in die Sportschule Wedau.
Wie von vorangegangen Sichtungstunieren bekannt, stand auch dieses Mal zunächst das Abstimmen einer einheitlichen Regelauslegung auf dem Programm (bspw. gewünschte großzügigere Linie bei der Zweikampfbeurteilung). Bei der offiziellen Begrüßung am gleichen Abend motivierte anschließend DFB U-18 Nationaltrainer Frank Kramer die die Spieler ihre bestmögliche Leistung abzurufen, um sich für die Nationalmannschaft empfehlen zu können.
Für die Weiterentwicklung der anwesenden Schiedsrichter aus ganz Deutschland wurden alle Spiele von den Bundesliga-Beobachtern Lutz Wagner, Rainer Werthmann, Bernhard Zerr, Egbert Engler, Bernd Domurat oder Jörg Toschek beobachtet. Bereits in den Drittelpausen der Spiele (3x20 Minuten) wurde an kleinen Stellschrauben gedreht, um einen optimalen Lerneffekt zu erzielen. Abschließend wurden schließlich, in einer Sitzung am Mittag sowie einer Sitzung am Abend, stets sämtliche Spiele im Plenum – vielfach mit Videoszenen – analysiert, sodass alle Schiedsrichter die an die Kollegen gegeben Hinweise in ihre eigenen Spielleitungen einbauen konnten.

Nico leitete am ersten Spieltag das Spiel zwischen den Verbänden Baden und Westfalen sowie am dritten Spieltag die Partie zwischen Mittelrhein und Thüringen. Mit den Analysen der Coaches Jörg Toschek bzw. Lutz Wagner konnte Nico jeweils sehr zufrieden sein und dennoch wichtige Erkenntnisse für seine zukünftige Spielleitungen mitnehmen. Am zweiten bzw. vierten Turniertag war schließlich Nico bei Kollegen aus den übrigen Landesverbänden jeweils 2x als Assistent angesetzt.
Den spielfreien Sonntag verbachten die Schiedsrichter am Vormittag mit einer Videoschulung, ehe es Nachmittag geschlossen zur Kart Bahn nach Oberhausen ging.
Obgleich es für den Nordracher Unparteiischen nach der Teilnahme an U15- und U16 Sichtungstunnieren bereits die dritte Lehrgangsteilnahme war, stellte auch diese erneut eine tolle & überaus lehrreiche Erfahrung dar.

Übermittelt vom SÜDBADISCHEN FUSSBALLVERBAND e.V.
Steffen Fante - Schriftführer VSA


Am Samstag, den 20.10.18 trafen sich die Schiedsrichterinnen aus den Bezirken Schwarzwald ,Offenburg , Baden-Baden , Bodensee und Freiburg im Badeparadies Titisee zum Start des Frauen SR Lehrgang 2018. In lockerer Atmosphäre fand die Gruppe schnell zueinander und der Grundstein für ein erfolgreiches Wochenende war gelegt. Im Anschluss an das entspannte Kennenlernen führte der Weg ins Sporthotel in Saig, wo die Zimmer bezogen wurden und weitere Teilnehmerinnen des Lehrgangs hinzustießen. Nach der Begrüßung galt es, Regelfragen zu beantworten und Videoszenen zu analysieren. Mit einem leckeren Abendessen und einer Fackelwanderung auf den Hochfirst wurde das gemütliche Beisammensein eingeleitet.
Am nächsten Morgen mussten wir uns nach dem Frühstück bei einer Schnitzeljagd durch das Sporthotel beweisen. Die Organisatorin Noemi Topf forderte unser Wissen rund um den Ball und das Leben. Zum Abschluss eines gelungenen Wochenendes wurde zusammen zu Mittag gegessen und schließlich der Heimweg angetreten.
Vielen Dank an alle Beteiligten für den schönen Lehrgang

Übermittelt vom SÜDBADISCHEN FUSSBALLVERBAND e.V.
Steffen Fante - Schriftführer VSA

Lutz Wagner hat die Wichtigkeit der Lehrarbeit an der Basis hervorgehoben. Der ehemalige Bundesligaschiedsrichter und Chef-Lehrwart beim Deutschen Fußballbund (DFB) sagte, dass die Lehrwarte in den Bezirken Innovationsmotoren sein sollten. Wagner referierte beim Lehrwartelehrgang des Südbadischen Fußballverbands (SBFV) in Saig vom 03.11-04.11.2018 in Saig. Dort kamen rund 50 Teilnehmer zusammen, die in den Bezirken für die Aus- und Weiterbildung der Schiedsrichter verantwortlich sind. „Wir sind der größte Dienstleister im DFB“, sagte Wagner. Bei der aktuellen Umstrukturierung des Fußballbundes dürften die Schiedsrichter nicht an Wichtigkeit verlieren.

Anhand aktueller Spielszenen zeigte Wagner, wie wichtig es ist, dass sich Schiedsrichter auf die Spielweisen der Mannschaften einstellen. Auch verdeutlichte er mit den Szenen, wo der Videobeweis gerade funktioniert und wo nicht. „100 Prozent Gerechtigkeit wird es nicht geben“, so Wagner. Für die Videoschiedsrichter in Köln sei die Aufgabe schwierig, da sie parallel auf vier Kameraperspektiven schauen müssten. Eindrücklich war eine Szene, die in der ersten Perspektive nach einem groben Foulspiel – also Rote Karte – aussah. In der zweiten Einstellung sah man, dass es sich um ein faires Tackling handelte. „Wo bleibt also die absolute Wahrheit?“ Eine rhetorische Frage des Referenten.

Der Videoschiedsrichter ist ein Pilotprojekt, das in der Bundesliga getestet wird. Wagner schilderte den Lehrwarten, dass es in anderen Ländern weitere Projekte getestet werden. Diese könnten später zu Änderungen im Regelwerk führen. In der untern englischen Liga erhalten Teamoffizielle Verwarnungen so wie Spieler. Haben sie zu viele, werden sie gesperrt. Möglich sei zudem, dass es beim Strafstoß keinen Nachschuss gibt, so wie beim Elfmeterschießen nach der Verlängerung. Wagner sagte, dass insgesamt 33 Anträge beim IFAB, International Football Association Board, vorliegen würden. Die obersten Regelhüter seien in der Vergangenheit oft kritisiert worden. Sofort fällt einem die Abseitsauslegung beim Confed-Cup in Deutschland ein. Hier sollte der Pfiff erst erfolgen, wenn ein Stürmer den Ball erreichte. Wagner sagte, dass die Regelhüter mittlerweile näher an der Realität seien.
Das gab er auch als Tipp an die Schiedsrichter weiter: „Denkt von der Praxis her und nicht vom Regelwerk.“

Ein Bericht von Jonas Hirt
übermittelt vom Südbadischen Fussballverband e.V.
Steffen Fante - Schriftführer VSA


Inzwischen ist der frühere Trainer des Bahlinger SC und des FC Emmendingen ziemlich weit weg vom Amateurfußball in der Region. Erhard Bender verbringt sehr viel Zeit in seinem Prunk-Haus in Österreich, umgeben von Gams und Hirsch. Eine Bemerkung konnte er sich bei einem Besuch jedoch nicht verkneifen: "Der FC Emmendingen spielt demnächst wohl gegen Nordweil, einfach unglaublich!"
Übrigens: In seinem Haus wurden unlängst Szenen für einen indischen Bollywood-Film gedreht!

Mit nur 28 Jahren hat Daniel Schlager, Schiedsrichter des FC Rastatt, am Samstag, den 16.09.2018 (SV Werder Bremen gegen den 1. FC Nürnberg)sein Debüt in der Fußball-Bundesliga gegeben.
Der kicker über Schlagers Spielleitung: "Gesamtnote 2 - Korrekt, per Videobeweis vor dem vermeintlichen 1:1 durch Petrak auf Abseits (Ishak) zu entscheiden. Ansonsten mit einer großzügigen, aber konsequenten Linie. ".

Der SBFV sprach mit dem Debütanten über seine jüngsten Eindrücke.
Herzlichen Glückwunsch zu Deinem gelungen Debüt. Hast Du den Kicker am Montag gelesen?
DS: Selbstverständlich habe ich den Kicker gelesen. Das gehört auch ein wenig zur Spielvor- und Nachbereitung mit dazu. Die Noten nehme ich dabei eher mit einem Schmunzeln zur Kenntnis. Viel wichtiger ist mir das Feedback von meinen Schiedsrichtercoaches nach den Spielen.

Was war es für ein Gefühl?
DS: Für mich ging mit dem Spiel ein Traum in Erfüllung. Vor vielen Jahren hatte ich nicht ansatzweise daran gedacht ein Bundesliga Spiel leiten zu dürfen. Ich bin unheimlich glücklich und dankbar über diese Chance. Es ist ein tolles Gefühl vor einem Millionenpublikum Verantwortung zu übernehmen und Teil des unglaublich populären Fussballzirkuses zu sein. Die harte Arbeit der letzten Jahre hat sich absolut gelohnt.

Gab es einen ganz konkreten Moment, der bei Dir bei Deiner Bundesliga-Premiere in Erinnerung geblieben ist?
DS: Der erste Einsatz war unglaublich kurzweilig. Das erste Mal zwei Bundesliga Mannschaften als Schiedsrichter aufs Feld führen zu dürfen, den Moment des Anpfiffes und die Erleichterung nach dem Schlusspfiff... das waren alles Situationen die ich niemals vergessen werde.

Was ist der Unterschied zwischen der 1. und 2. Bundesliga als Schiedsrichter?
DS: Der größte Unterschied ist sicherlich die Schnelligkeit des Spieles und der mediale Fokus. Kleinigkeiten entscheiden über Sieg und Niederlage. Fehler werden noch konsequenter bestraft als in der 2. Liga.

Wie sieht Dein Programm für die nächsten Wochen aus?
DS: Am Mittwoch bin ich als Schiedsrichter der 2.Liga Partie 1. FC Magdeburg gegen den MSV Duisburg angesetzt, bevor am Samstag der erste Einsatz als verantwortlicher Videoassistent ansteht. Am Sonntag werde ich dann als 4. Offizieller wieder im Stadion aktiv sein.
Vielen Dank für das aufschlussreiche Interview. Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg in der Spitzenklasse des DFB.

Übermittelt von Steffen Fante Schriftführer VSA
SÜDBADISCHER FUSSBALLVERBAND e.V.
Foto: DFB

Vom 2. Bis zum 5. September 2018 fand der Schüler-Schiedsrichter-Lehrgang in Saig statt. 27 junge Schiedsrichter kamen zusammen und konnten ihren Wissenstand prüfen und erweitern. Erneut stand der Lehrgang unter der Leitung von Andreas Klopfer und Ralf Brombacher. Auch der Spaß kam nicht zu kurz. In kleinen Wettbewerben wurde ein Gesamtsieger ermittelt.

Nachdem am Sonntag die Anreise erfolgte, wurde den Schiedsrichter die Strukturen und Wissenswertes über den SBFV nähergebracht. Mit der Passkontrolle stand nach dem Essen auch schon das erste Referat an. Drei Schiedsrichter durften eine gestellte Passkontrolle durchführen. Dabei waren einige Tücken versteckt, die es zu beachten galt. Im Anschluss wurden die Videoaufnahmen gemeinsam analysiert. Und dann stand auch schon der erste Teil des Wettbewerbes an. Die Bundesliga-Schiedsrichter galt es anhand der Bilder zu erkennen und die ersten Regelfragen mussten in der Gruppe gelöst werden.

Am Montag ging es direkt nach dem Frühstück weiter mit einem Referat zum Thema „Verhalten vor, während und nach dem Spiel“, ehe Gastreferent Hermann Knopf an der Reihe war. Er schulte die Schiedsrichter im Umgang mit Gewalt. Dabei wurde auf die präventive Einwirkung im Vorfeld, sowie auf das Handeln während einer Gewaltsituation eingegangen. Anhand eines Fallbeispiels konnten die Schiedsrichter das Gelernte nochmal auf den Prüfstand stellen. Nach einer kleinen Wanderung auf den Hochfirst ging es mit dem richtigen Umgang mit Personalstrafen weiter. Danach galt es wieder, das Wissen aufs Blatt zu bringen. Die Regelfragen mussten diesmal alleine bewältigt werden. Abends stand die Beobachtung der Zweitligapartie Kiel gegen Magdeburg auf dem Plan. In kleinen Gruppen wurden die einzelnen Themenfelder eines Beobachtungsbogens ausgearbeitet.

Mit einem Schwimmwettbewerb startete der Dienstag. Nach dem Frühstück wurde das Spiel des Vorabends in der Gruppe analysiert und auf verschiedene Spielszenen eingegangen. Anschließend haben die Schiedsrichter verschiedene Videoszenen vorgelegt bekommen und mussten diese auswerten. Nach dem Mittagessen startete dann das Fußballturnier. In heißen Spielen wurde auch hier ein Sieger ermittelt. Das weitere Programm gestaltete sich mit einem Referat über das Stellungsspiel, sowie das Schreiben von Meldungen. Dabei wurden drei feldverweiswürdige Spielszenen angeschaut, die in der Gruppe zur Meldung ausformuliert werden sollten. Zwischendurch durften die Schiedsrichter beim Jeopardy das Wissen in verschiedensten Themenbereichen abrufen. Im Anschluss stand der zweite größere Teil des Wettbewerbes an. Die Bezirke konnten sich im Tischtennis, Tischkicker und Kegeln messen.

Der letzte Tag startete mit der Auswertung der Meldungen. Außerdem stand noch das Referat zum Handspiel an. In 23 Videoszenen wurde jedes Mal das 5-Punkte-Prinzip angewandt. So konnten Ungereimtheiten beim Handspiel beseitigt und eine klare Linie definiert werden. Last but not least wurde noch der Gesamtsieger des Wettbewerbes gekürt. Der erste Platz ging dieses Jahr an die Schüler-Schiedsrichter aus dem Bezirk Freiburg. Nach dem Mittagessen waren die vier Tage auch schon wieder vorbei und die Abreise wurde angetreten.

Alle Beteiligte können auf einen tollen Lehrgang zurückblicken. Ein besonderer Dank geht an die Lehrgangsleiter Andreas Klopfer und Ralf Brombacher, sowie an den Gastreferenten Hermann Knopf.

Robin Bentrup

Übermittelt von Steffen Fante Schriftführer VSA
SÜDBADISCHER FUSSBALLVERBAND e.V.

Die Weltmeisterschaft 2018 in Russland hat gerade begonnen. Der Verbandslehrwart des SBFV, Andreas Klopfer, spricht im Interview über die Regelneuerungen zur WM 2018.

Hallo Andreas, was erwartet uns an Neuerungen bei der WM 2018?
Die Neuerungen halten sich zum Glück in Grenzen. Man hat erkannt, dass weitreichende Änderungen bei so großen Turnieren für alle Beteiligten eher zu Verwirrungen führen kann. Die Änderungen beziehen sich eher auf technische Hilfsmittel wie Video-SR und Kommunikationsmöglichkeit von Co-Trainer von der Tribüne zum Trainer im Innenraum. Also nichts, was das Spiel in irgendeiner Weise berührt.

Wie werden die Schiedsrichter bei der WM abschneiden?
Ich hoffe, dass die Schiedsrichter besser abschneiden, als bei den letzten Turnieren. Hier waren sie leider zu oft im Blickpunkt, was eigentlich Schade ist, da nur Top-Leute eingesetzt sind. Fehler passieren, wenn diese dann aber Spiele entscheiden, ist dies nicht gut für uns Schiedsrichter.

Was denkst du über den Videobeweis?
Ich halte es grundsätzlich für eine gute Sache, denn viele Fehler können korrigiert werden. Dies war auch in der abgelaufenen Bundesliga-Saison so. Leider gab es aber im Ablauf einige unglückliche Aktionen, was der Glaubwürdigkeit dieses Projektes sehr schadet.

Wie weit kommt das DFB Team?
Auch wenn die letzten Testspiele nicht besonders gut waren, denke ich, dass Deutschland bis ins Finale kommt. In einem Finale ist dann alles möglich...

Worauf werden die Schiedsrichter bei der WM besonders achten?
Es gibt keine besonderen Anweisungen, auf was im Speziellen geachtet werden muss. Wichtig ist, dass die Abstimmung beim Video-SR gut funktioniert. Meine ersten Befürchtungen, dass Schiedsrichter von irgendwo auf der Welt als Video-SR eingesetzt werden, welche sich mit dieser Thematik bis jetzt nicht auskennen, ist zum Glück nicht so. Als Video-SR setzt die FIFA nur Schiedsrichter ein, welcher hier schon in ihren Verbänden Erfahrung gesammelt haben.

Wer wird Weltmeister?
Deutschland

Vielen Dank für das Interview.
Steffen Fante, Schriftführer VSA

Der turnusmäßig alle zwei Jahre stattfindende Lehrgang der Gruppenobleute fand am 01. und 02. Juni 2018 im Sporthotel Sonnhalde Saig statt. Anwesend waren neben den Gruppenobleuten oder deren Stellvertretern auch die Vorsitzenden der jeweiligen Bezirksschiedsrichtervereinigungen. Unter der Leitung von Verbandsschiedsrichterobmann Manfred Schätzle, Verbandslehrwart Andreas Klopfer und Bezirksschiedsrichterobmann Ralf Brombacher vom Hochrhein startete nach der Begrüßung aller Teilnehmer das Programm mit einem von Ralf Brombacher erstellten Vortrag bezüglich des reformierten Kassenwesens und den zur Verfügung stehenden Medien für die Gruppen.
Am Samstagvormittag wurde der langjährige Gruppenobmann Rainer Siegenführ (Bezirk Offenburg) verabschiedet, ehe im Anschluss die Vorstellung des Masterplans von Tobias Geis erfolgte. Nach einer kurzen Pause wurden in einem Workshop mit Gruppenarbeit unter der Leitung von Ralf Brombacher der Ablauf eines Lehrabends analysiert und mögliche Optimierungen zusammen getragen. Der kurzweilig verlaufende Lehrgang mit interessanten Themen für die Gruppenobleute endete am Samstagmittag mit dem gemeinsamen Mittagessen.

Bericht u. Fotos Steffen Fante

Als diesjährige SBFV-Verbandssieger hatten Marco Brendle, Walter Osswald und ich die große Ehre am 05.05.2018 im Rahmen der „Danke Schiri-Aktion“ die Partie BVB vs. FSV Mainz 05 live mitzuerleben und am Abend unsere Ehrungen entgegenzunehmen. Die Anreise erfolgte am sehr frühen Samstagmorgen mit dem Zug. Mit guter Laune erzählte man sich bereits in den frühen Morgenstunden die ein oder andere Schiedsrichteranekdote und sammelte unterwegs weitere Preisträger auf, bis man schließlich in Dortmund ankam. Vor dem Fußballstadion wartend auf weitere Preisträger, die leider der Deutschen Bahn zum Opfer gefallen waren, wurden wir mit dem Eintreffen des Deutschen Nationalmannschaftsbusses überrascht. HAMMER! Nicht nur, dass wir in Ruhe ein Selfie vor dem Mannschaftsbus schießen konnten, nein, es wurde noch besser – wir durften uns die besten Plätze sichern und wurden anschließend mit der Luxusklasse zum Stadion gefahren.
Angesichts der fortgeschrittenen Zeit ging es sofort weiter mit der Stadionbesichtigung – Essen wird auch überbewertet, wenn man mal die Chance bekommt, das größte Fußballstadion Deutschlands hinter den Kulissen sehen zu können. Man verspürte eine leichte Gänsehaut, als man durch den Spielertunnel lief und am Ende dem Rasen zum Greifen nah war. Beeindruckend war auch auf den Trainerbänken, die wenige Stunden später durch echte Stars besetzt waren, Platz nehmen zu dürfen und das leere Stadion in seiner ganzen Größe bewundern zu können. Man bekam eine leichte Vorstellung davon, wie großartig die Stimmung wohl bei dem Spiel später werden würde, und freute sich bereits auf den Anpfiff bei herrlichen Sommertemperaturen. Im Anschluss ging es zum Hotel, das nur wenige Gehminuten vom „Signal Iduna Park“ entfernt ist. Beim Mittagessen begrüßte man dann noch den ein oder anderen Schiedsrichter/in und konnte anschließend kurz das Zimmer beziehen.
Ohne große Verschnaufpause traf man sich pünktlich zum Anpfiff auf seinem Sitzplatz im Stadion und drückte dem Referee Daniel Siebert und seinem Team die Daumen. Neben der legendären Südtribüne „die Gelbe Wand“ war auch die Verabschiedung von Torhüter Roman Weidenfeller ein weiteres Highlight an diesem Tag. Nach aus Dortmunder Sicht mäßig erfolgreichen 90 + 3 Minuten ging es direkt zum Hotel zurück. Jeder hatte nun ein bisschen Zeit für sich, ehe es mit einem gemeinsamen Gruppenfoto im Garten weiterging. Nach einem kleinen Aperitif und leckeren Kanapees im Foyer wurde für uns der Silbersaal geöffnet.
Die Begrüßung und Moderation des Abends übernahm Lutz Wagner, der uns humorvoll und abwechslungsreich durch den Abend begleitete. Er bat die zahlreichen Gäste auf die Bühne und leitete unter anderem eine Talkrunde mit DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann, dem Schiedsrichter-Ausschuss-Vorsitzenden Herbert Fandel und den beiden Kommissionschefs Elite und Amateure, Lutz Michael Fröhlich und Helmut Geyer. Ebenfalls und unter großem Applaus konnten wir Daniel Siebert und sein Team begrüßen, die direkt nach dem Spiel zu uns stießen und einen ausgezeichneten Job gemacht hatten. Daniel Siebert schilderte in einer Talkrunde mit Kommissionsmitglied Josef Maier seinen Werdegang als Schiedsrichter, sprach über seinen Trainingsalltag als Bundesliga-Referee und erzählte noch mal, wie das Bundesligaspiel am Nachmittag aus Sicht seines Teams gelaufen war.
Anschließend durften wir der Reihe nach auf die Bühne: Christine Baitinger, Udo Penßler-Beyer und Andreas Thiemann gratulierten dabei jedem einzeln und stellten die Geschichten einzelner Schiedsrichter noch einmal besonders heraus: wie zum Beispiel das Engagement von Walter, der besonders fürsorglich junge Schiedsrichter aus seiner Gemeinde unterstützt. Jeder Preisträger bekam ein Schiedsrichtertrikot mit seinem Namen und derer, die ebenfalls geehrte wurden und eine Medaille überreicht. Das Programm ging bis in die späten Abendstunden und für den ein oder anderen war es eine sehr kurze Nacht. Am nächsten Morgen ging es direkt nach dem Frühstück bzw. Check-out ins Deutsche Fußallmuseum. Dort bekamen wir noch eine spannende und interessante zweistündige Führung mit abschließendem Snack und traten danach die Heimreise an.
Es war ein einmaliges Erlebnis und ich bedanke mich herzlich, auch im Namen von Marco und Walter, beim DFB und der DEKRA für dieses sehr gelungene „Danke“.

Steffen Fante, Schriftführer VSA

Auf Einladung des DFB fuhr der südbadische Schiedsrichter Nico Gallus vom 03.05.2018 – 08.05.2018 zum 6-tägigen U16-Sichtungsturnier in die Sportschule Wedau.
Nach der erfolgten Ankunft in Duisburg standen bereits am Abend die ersten offiziellen Termine an. Zunächst ging es darum, eine einheitliche Regelauslegung für das kommende Turnier zu verinnerlichen. So ging DFB-Lehrwart Lutz Wagner unter anderem auf Besonderheiten wie Zeitstrafen oder eine gewünschte großzügigere Linie bei der Zweikampfbeurteilung ein. Am gleichen Abend begrüßte DFB U-16 Nationaltrainer Michael Feichtenbeiner die anwesenden Teilnehmer und motivierte die Spieler aus allen 21 Landesverbänden ihre bestmögliche Leistung abzurufen, um sich für die Nationalmannschaft empfehlen zu können. Um den jungen, ambitionierten Schiedsrichtern möglichst viel an Tipps und Verbesserungsvorschlägen mit auf den Weg zu geben, wurde alle Spiele von den Bundesliga-Beobachtern Lutz Wagner, Rainer Werthmann, Uwe Kemmling, Egbert Engler, Bernd Domurat oder Karl-Heinz Schleier beobachtet. Bereits in den Drittelpausen der Spiele (3x20 Minuten) wurde an kleinen Stellschrauben gedreht, um einen optimalen Lerneffekt zu erzielen.
Nico leitete am ersten Spieltag das Spiel zwischen den Verbänden Südwest und Sachsen-Anhalt sowie am dritten Spieltag die Partie zwischen Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. Die Coaches Bernd Domurat bzw. Lutz Wagner bescheinigten Nico eine gute, fehlerlose Leistung in jeweils normal zu leitenden Spielen. Am zweiten bzw. vierten Turniertag war Nico bei Kollegen aus den übrigen Landesverbänden jeweils 2x als Assistent angesetzt und konnte auch hier durch gute Leistungen überzeugen. In einer Sitzung am Mittag sowie einer Sitzung am Abend wurden stets sämtliche Spiele im Plenum – teils mit Videoszenen – analysiert, sodass alle Schiedsrichter die an die Kollegen gegeben Hinweise in ihre eigenen Spielleitungen einbauen konnten.

Der Sonntag, als einziger freier Tag beim Turnier, wurde vormittags ausnahmsweise nicht mit Fußball, sondern vielmehr mit Volleyball, Tischtennis oder Regenerationseinheiten verbracht, ehe der Nachmittag schließlich wieder ganz im Zeichen des Fußballs stand. Hier wurde das 2. Liga-Topspiel in der ausverkauften Esprit-Arena zwischen Fortuna Düsseldorf und Holstein Kiel besucht, indem sich die Fortuna den Aufstieg ins Fußball Oberhaus sicherte.

Für den Nordracher Unparteiischen war die Lehrgangsteilnahme nach der letztjährigen Teilnahme am U15-Sichtungsturnier erneut eine tolle & lehrreiche Erfahrung. Auch durch die super Kameradschaft zwischen den Unparteiischen der jeweiligen Landesverbände zählen die Lehrgänge in Duisburg jedes Jahr auch für die Schiedsrichter zu den absoluten Saisonhighlights.

Steffen Fante