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Nach dem 1. FC Rielasingen-Arlen wechselt auch der Kehler FV seinen Trainer. Karim Matmour, Ex-Profi beim SC Freiburg und erst seit Beginn dieser Saison im Amt, hat seine Tätigkeit beendet. Das 2:6 gegen den Freiburger FC soll letztlich dafür verantwortlich sein. Der Kehler FV steht mit zwölf Punkten aus zehn Spielen nur auf Platz neun. Saisonziel ist eigentlich der Wiederaufstieg in die Oberliga.

Ein  neutraler Besucher des Pokalspieles zwischen Teningen und Linx hat mitgeteilt, daß es sich dort keinesfalls nur um ein "das kannst du in Afrika machen" gehandelt habe. Die Reaktion des gute leitenden Schiedsrichters Jonas Brombacher sei beeindruckend gewesen, die von vielen Zuschauern mit Applaus bedacht wurde. In keinem Fall und zu keiner Zeit sollte es nach Ansicht des Lesers zu einer Verharmlosung von Rassismus in unserer Gesellschaft kommen.

Kreshnik Lushtaku, ein Kosovo-Albaner, schießt einen Elfmeter so schwach, daß der Torhüter des TSV Ilshofen abwehren kann. Sein Bruder Kushtrim auf der Auswechselbank legt sich danach mit einem Spieler auf dem Platz an und auch mit dem türkischen Trainer Gökhan Gökce vom 1. CfR Pforzheim. Der Trainer forderte Kushtrim Lushtaku schließlich auf, vorzeitig in die Kabine zu gehen. In der Halbzeitpause kam es dann zum Eklat, weil Gökhan Gökce diesen Spieler nicht bei der Pausenansprache dabei haben wollte. Daraufhin packte Kushtrim Lushtaku seinen Trainer im Gesicht, drückte ihn zu Boden und trat auf ihn ein. Gökhan Gökce kam mit Verdacht auf einen Rippenbruch ins Krankenhaus. Der 1. CfR Pforzheim hat sich mit sofortiger Wirkung von diesem Spieler getrennt und erstattete Anzeige. Das berichtete die Pforzheimer Presse.

SV Linx (OL) - SV Oberachern (OL)
1. FC Rielasingen-Arlen (VL) - Bahlinger SC (OL)
SV Weil (LL) - FC 08 Villingen (OL)
DJK Donaueschingen (LL) - FV Herbolzheim (LL)

Die Spiele sollen am Donnerstag, 1. November 2018 um 14.00 Uhr angepfiffen werden.

Übrigens: Der Bahlinger SC scheiterte 2016/17 mit einem 2:2 n.V. beim 1. FC Rielasingen-Arlen im Halbfinale. Ein Landesligist wird das Halbfinale erreichen. Möglicherweise wird die Partie in Weil verschoben, weil der FC 08 Villingen zwei Tage später bei den Stuttgarter Kickers um Punkte spielt.

Mit einer Gesamtstrafe von sechseinhalb Monaten wurde ein Spieler des SV Rheintal wegen Bedrohung und einer Tätlichkeit gegenüber dem Schiedsrichter verurteilt. Der Verurteilte hat den Schiri gestoßen, gerempelt und die Karte aus der Hand geschlagen. Danach wurde das Spiel abgebrochen. Dieser Spieler hatte bereits am Tag zuvor in seiner Funktion als Trainer der zweiten Mannschaft einen Abbruch provoziert. Auch in diesem Spiel wurde der Schiedsrichter bedroht. Der SV Rheintal hat Kosten in Höhe von 280 Euro zu tragen und muß in drei Heimspielen eine kostenpflichtige Platzaufsicht akzeptieren.

Im Vorfeld wurde von einem Risikospiel gesprochen. In der Kreisliga B trafen der Türkische SV Pfullendorf und der FC Aramäer Pfullendorf aufeinander. Gespielt wurde in der Geberit-Arena vor 800 Zuschauern. Das hat der Bürgermeister ermöglicht. Wenige Tage zuvor spielte der SC Pfullendorf gegen den Freiburger FC vor 430 Besuchern. Die Türken sind Moslems, die Aramäer, der Verein wurde vor zwei Jahren gegründet, sind orthodoxe Christen, die sich in der Türkei als Minderheit nicht anerkannt fühlen. Das Spiel ging schließlich völlig problemlos über die Bühne.

Wie der "Südkurier" berichtet, soll das Verbandsligaspiel zwischen dem SC Lahr und dem FV Lörrach-Brombach nahe an einem Abbruch gestanden haben. Der Lahrer Spieler Violand Kerellaj, stammt aus Osteuropa, soll den Gambier Buba Ceesay rassistisch beleidigt haben. Der Lahrer Spielführer hat sich entschuldigt, die verantwortlichen des FV Lörrach-Brombach wollen noch den Bericht von Schiedsrichter Leroy Gallus aus Freiburg abwarten.

Mit nur 28 Jahren hat Daniel Schlager, Schiedsrichter des FC Rastatt, am Samstag, den 16.09.2018 (SV Werder Bremen gegen den 1. FC Nürnberg)sein Debüt in der Fußball-Bundesliga gegeben.
Der kicker über Schlagers Spielleitung: "Gesamtnote 2 - Korrekt, per Videobeweis vor dem vermeintlichen 1:1 durch Petrak auf Abseits (Ishak) zu entscheiden. Ansonsten mit einer großzügigen, aber konsequenten Linie. ".

Der SBFV sprach mit dem Debütanten über seine jüngsten Eindrücke.
Herzlichen Glückwunsch zu Deinem gelungen Debüt. Hast Du den Kicker am Montag gelesen?
DS: Selbstverständlich habe ich den Kicker gelesen. Das gehört auch ein wenig zur Spielvor- und Nachbereitung mit dazu. Die Noten nehme ich dabei eher mit einem Schmunzeln zur Kenntnis. Viel wichtiger ist mir das Feedback von meinen Schiedsrichtercoaches nach den Spielen.

Was war es für ein Gefühl?
DS: Für mich ging mit dem Spiel ein Traum in Erfüllung. Vor vielen Jahren hatte ich nicht ansatzweise daran gedacht ein Bundesliga Spiel leiten zu dürfen. Ich bin unheimlich glücklich und dankbar über diese Chance. Es ist ein tolles Gefühl vor einem Millionenpublikum Verantwortung zu übernehmen und Teil des unglaublich populären Fussballzirkuses zu sein. Die harte Arbeit der letzten Jahre hat sich absolut gelohnt.

Gab es einen ganz konkreten Moment, der bei Dir bei Deiner Bundesliga-Premiere in Erinnerung geblieben ist?
DS: Der erste Einsatz war unglaublich kurzweilig. Das erste Mal zwei Bundesliga Mannschaften als Schiedsrichter aufs Feld führen zu dürfen, den Moment des Anpfiffes und die Erleichterung nach dem Schlusspfiff... das waren alles Situationen die ich niemals vergessen werde.

Was ist der Unterschied zwischen der 1. und 2. Bundesliga als Schiedsrichter?
DS: Der größte Unterschied ist sicherlich die Schnelligkeit des Spieles und der mediale Fokus. Kleinigkeiten entscheiden über Sieg und Niederlage. Fehler werden noch konsequenter bestraft als in der 2. Liga.

Wie sieht Dein Programm für die nächsten Wochen aus?
DS: Am Mittwoch bin ich als Schiedsrichter der 2.Liga Partie 1. FC Magdeburg gegen den MSV Duisburg angesetzt, bevor am Samstag der erste Einsatz als verantwortlicher Videoassistent ansteht. Am Sonntag werde ich dann als 4. Offizieller wieder im Stadion aktiv sein.
Vielen Dank für das aufschlussreiche Interview. Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg in der Spitzenklasse des DFB.

Übermittelt von Steffen Fante Schriftführer VSA
SÜDBADISCHER FUSSBALLVERBAND e.V.
Foto: DFB

In einer Partie in der Bezirksliga Bodensee schickte der Schiedsrichter einen Spieler mit Gelb-Rot vorzeitig vom Feld. Nach dem Spiel stellte der Schiedsrichter in seiner Kabine fest, daß seine Schuhe total durchnässt sind. Die gelbliche Farbe spricht für Urin. Der junge Schiedsrichter brachte den Fall bei der Polizei zur Anzeige. Der Vorsitzende glaubt kaum, daß der Täter ermittelt werden kann und hat sich dafür entschuldigt.

Ein Spiel in der Kreisliga (Pfalz) wird wiederholt. Der Schiedsrichter hatte den Siegtreffer zunächst nicht anerkannt, weil der Ball nach seiner Meinung vorher hinter der Torauslinie war. Nach Rücksprache mit einem Besucher an der Bande und wahrscheinlich einem Blick auf dessen Video-Ausschnitt, hat der Schiedsrichter dann doch auf Tor entschieden. Das Verbandsgericht sah das als klaren Regelverstoß.

Diese Angelegenheit sorgt natürlich für viel Heiterkeit. Bei einem 2.-Liga-Spiel in der Nähe von Zürich lief der Schiedsrichter-Assistent einfach davon. Sein Auto hatte er im Halteverbot abgestellt und durch die angerückte Polizei drohte eine Strafe von 300 Franken. Der Verband will den Assistenten dafür bestrafen. Das sei aber eine ganz neue Situation, das gab es bisher noch nicht. Der Mann hat jetzt eine Woche Zeit, gegenüber dem Verband Stellung zu beziehen.